Julia Kissina Frühling auf dem Mond

03 Feb

Julia,-Buch,-Susanne

Montag, 3. Februar, 20 Uhr, Einlas 19.30. Julia Kissina liest mit der Schauspielerin Susanne Groß aus ihrem 2013 im Suhrkamp Verlag erschienenem Roman Frühling auf dem Mond. Kiew, späte Breschnewzeit. Julia wächst im Milieu der bürgerlichen jüdischen Intelligenz heran. Während ihr Vater, der in ständiger Angst lebt, denunziert zu werden, Texte für eine Zirkusrevue schreibt, unterhält sie sich nachts mit den Führern des Weltproletariats. Ein älterer Herr, der sich als Pole ausgibt und Werke über die französische Küche verfasst, zeigt ihr das Anatomische Theater aus zaristischer und weißgardistischer Zeit. Das in Gärten versteckte Gebäude, die Aura des Todes und der materiellen Auflösung ziehen sie magisch an. Hier lauert ein Wissen, der »Lunatismus«, eine im Mondlicht gesteigerte Selbstwahrnehmung, mit dem sie sich den Zumutungen einer bedrängenden Realität entziehen kann. – Traurig, wütend, mit visionärer Sprachkraft begabt, beschreibt Julia Kissina ihre sowjetische Kindheit vor dem Hintergrund des physischen und ideellen Zerfalls der Stadt Kiew und ihrer Bewohner. Die Museen und Parkbänke, die verschlungenen Gässchen und Hinterhöfe der Altstadt, bleiben dem Leser unvergesslich.»Ein Meisterwerk aus dem Geiste von Fellinis Amarcord.« Dmitri Bawilski. www.kunsthalle-zoo.de

Wolfgang Orians Moldavien

20 Jan

Orians-Moldavien

Montag, 20. Januar, 20 Uhr, Einlass 19.30. Die Republik Moldau, Moldawien, ein kleines, armes Land am Rande von Europa. „Ein Bastardstaat, über Nacht von zwei Tyrannen erschaffen“, wie es ein junger Moldauer sagt. Auf einem Territorium etwa so groß wie Hessen finden sich das autonome Gebiet der turksprachigen Gagausen, die abtrünnige Republik „Transnistrien“ und Dörfer mit Namen wie „Marienfelde“. Reportagen, Hintergrundberichte und Reisehinweise über das unbekannteste Land Europas sind in diesem Band versammelt.Armut und Reichtum (aus unbekannten Quellen) liegen hier enger zusammen als in irgendeinem anderen Land auf dem alten Kontinent. Wolfgang Orians und Andreas Salewski haben die Republik Moldau bereist und dabei große und kleine Abenteuer erlebt. www.achter-verlag.de

Vademekum der Inspirationsmittel. Lesung mit Christoph Markschies

02 Dec

MarkschiesVademekum

Montag, 2. Dezember, 20 Uhr, Einlass 19.30. Wenn einem selbst wenig einfällt, fragt man sich um so neidischer nach den Gründen, weshalb den brillanten Kollegen unentwegt so viel einfällt. Und plötzlich war die Idee da, die Mitglieder der Berliner Akademie der Künste und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften nach den Inspirationsmitteln zu fragen. Viele waren bereit, das Geheimnis ihres Inspirationsmittels mit der Öffentlichkeit zu teilen. So bietet der Band in knapp fünfzig Texten, die sämtlich Selbstportraits ihrer Autoren sind, dren Inspirationsmittel zur gefälligen Nutzung. Mit Beiträgen von Horst Bredekamp, Gerd Gigerenzer, Inge Keller, Matthias Kleiner, Sibylle Lewitscharoff, Peter von Matt, Julian Nida-Rümelin, Hermann Parzinger, Klaus Staeck, Anton Zeilinger, …

Mechthild Lanfermann: Wer ohne Liebe ist

25 Nov

Lanfermann

Montag, 25. November, 20 Uhr, Einlass 19.30. Ein toter Lehrer, eine verbotene Liebe, eine Ermittlerin zwischen den Fronten. – In Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist?

Frederike Frei: Apfelgeschichten

28 Oct

Apfelgeschichten_Frederike_Frei

Montag, 28. Oktober, 20 Uhr, Einlass 19.30. Geschichten über die Fülle der Apfelsorten, die es gibt: Hunderte! Niemand kennt sie mehr, man kann sie jedenfalls nicht kaufen. Die Namen sind so köstlich wie die Früchte. Lassen Sie sich überraschen vom Jungfernapfel, vom Dr. Oldenburg, von der Champagnerrenette. Frederike Frei lässt sie alle wieder auf- und hochleben in ihren satten Geschichten rund um den Apfel. Maria Herrlich hat diese Lebenskurven als Rezepte gestaltet und aufgezeichnet. Wussten Sie übrigens, dass Äpfel grundsätzlich keine Angst vor ihrem Ende haben? Sie kommen ja alle wieder, wenn auch nicht als die selben, aber immerhin als die gleichen. Und dieser Unterschied kümmert ja nur die Deutschlehrer… Frederike Frei Apfelgeschichten, Oktober 2013 im Achter Verlag erschienen.

Barbara Felsmann: Der Dichter Adolf Endler

02 Sep

FelsmannEndler

Montag, 2. September 2013, 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr: „Der Dichter Adolf Endler” Radiofeature von und mit Barbara Felsmann. „Bis heute weiß keiner so richtig, dass Eddi zumindest für dieses halbe Jahrhundert einer der fünf wichtigsten deutschsprachigen Autoren ist“, bemerkte die Schriftstellerin Katja Lange-Müller über Adolf Endler. In Düsseldorf geboren und aufgewachsen, übersiedelte er 1955 in die DDR und machte sich als Lyriker, Kritiker, Nachdichter, Essayist und Prosaist einen Namen. 1979 wurde Adolf Endler aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Seine Texte erschienen nun vorrangig bei westdeutschen Verlagen und in Untergrund-Zeitschriften der DDR. Adolf Endler gehörte zu den schillernden Personen der Literaturszene des Berliner Prenzlauer Berg. Am 2. August 2009 starb er mit 79 Jahren in Berlin. Deutschlandradio Kultur 2005
Barbara Felsmann, Autorin, führt ihr Rundfunkfeature vor, in dem Adolf Endler, der ja nicht nur einer der „wichtigsten deutschsprachigen Autoren“, sondern auch ein grandioser Vortragskünstler war, selbst zu hören ist. Er liest eigene Texte und erzählt aus seinem Leben. Nach dem gemeinsamen Hörerlebnis steht Barbara Felsmann für ein Gespräch zur zur Verfügung.

 

Martina Sahler „Weiße Nächte, weites Land”

09 Aug

SahlerWeiße

Freitag 9. August 2013, 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr: Martina Sahler liest aus ihrem Buch: „Weiße Nächte, weites Land” – Deutschland im 18. Jahrhundert. Die beiden Schwestern Christina und Eleonora könnten unterschiedlicher nicht sein. Christina ist temperamentvoll und stets auf ihren Vorteil bedacht – ganz anders als die zurückhaltende junge Witwe Eleonora. Beide folgen dem Ruf der Zarin Katharina, in Russland ein neues Leben zu beginnen. Doch die Wirklichkeit erweist sich als sehr viel rauher und grausamer, als es sich beide in ihren Träumen ausgemalt haben.

 

Frank Klötgen, Slam-Poet, will kacheln auf dem Parkett

08 Jul

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Montag, 8. Juli 2013, 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr: Frank Klötgen, 1968 in Essen geboren, Slam-Poet und Netz-Literat seit über  25 Jahren und 15 CD‘s lang, Sänger und Texter bei Marilyn‘s Army. Er studierte Kommunikationswissenschaften und arbeitete zehn Jahre lang als Webmaster für Universal Music. 1998 erhielt er den „Pegasus“-Preis der ZEIT für die Hyperfiction „Aaleskorte der Ölig“. 2004 erschien mit „Spätwinterhitze“ der erste deutschsprachige Hyperfiction-Roman auf CD-ROM, Verlag Voland & Quist. 2005 „Endlose Liebe/Endless Love“ Online-Musical-Premiere. 2007„Will Kacheln“ Auswahl seiner besten Slam-Texte (Buch/CD, Verlag Voland & Quist). Seit August 2007 schreibt er den Stadtkind-Blog auf tagesspiegel.de und monatliche Kolumnen in diversen Magazinen, zahlreiche Beiträge in Anthologien und Zeitschriften. 2010 „Der Fall Schelling“ Debutroman (Buch/CD, Verlag Voland & Quist), 2011 „Mehr Kacheln!“ mit über 50 Spoken Word-Gedichten, 2011 war er Writer in Residence der Universität Innsbruck und Gewinner des Deutschen Box Slams, sowie Gewinner des arte-Webslams und Polit-Slams der Süddeutschen Zeitung. 2012 „Kitt!“, ein Gedicht- und Fotoband. Frank Klötgen, auch DJ und Ex Deutscher Vizemeister im Skateboardfahren, ist permanent auf Lese-Reise und mit dem Tanzorchester Baron von Kurz in der Republik unterwegs. Er lebt in Berlin.

 

Sabine Fink liest aus: Judasblut

20 May

FinkJudasblut

Montag, 20. Mai ’13, 20 Uhr Was haben eine tote Obdachlose in Nürnberg, eine eifersüchtige Ehefrau in Erlangen und ein dubioser Fremder in der Fränkischen Schweiz gemeinsam? Nichts, glaubt die Erlanger Kommissarin Maria Ammon. Nachdem aber eine weitere Leiche gefunden wird, dämmern ihr Zusammenhänge, die nicht nur ihre beste Freundin Nina, sondern auch die Besucher der Erlanger Bergkirchweih in Gefahr bringen. Der Feind deines Feindes ist dein Freund – doch wer ist wer in diesem makabren Spiel aus Liebe, Wissenschaft und Idealismus? „Ein hochspannender Biowaffenthriller – gut recherchiert und erschreckend realitätsnah! Handlungsorte im Landkreis Neustadt Aisch!” www.sabine-fink.de

Maria Herrlich & andere lesen aus dem Ei-Buch

04 Mar

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Montag, 4. März, 2013, Lesung mit Maria Herrlich und  anderen. Das Ei-Buch, eine Anthologie rund ums Ei mit Geschichten, Gedichten und Rezepten. Die Idee, mit befreundeten Autoren ein Eibuch zu machen, das nicht nur zu Ostern, sondern das ganze Jahr über Freude macht, ließ mich nicht los. So bat ich Freunde, ihre Schubladen zu durchforsten, und zu schauen, ob da nicht  irgendwo noch ein Ei versteckt ist. Einige sind fündig geworden, andere hatten Lust, eine neue Geschichte zum Thema zu schreiben. Dazu gesellten sich Gedichte von Ehrhardt, Janosch, Mörike und Seidel. Mit Illustrationen und Rezepten von mir, Maria Herrlich.

Tanja Langer „Der Tag ist hell, ich schreibe dir”

28 Jan

Tanja-28.-Januar

Montag, 28. Januar ’13, 20 Uhr „Jede Liebe, die frei macht, ist schön. Oder nicht?“ Helen liest Marx in einer Ökobäckerei, Julius ist im Vorstand einer großen deutschen Bank. Sie ist neunzehn, er zweiundfünfzig. Der Zufall führt sie zusammen.Eine ungewöhnliche Verbindung, die tragisch endet. Tanja Langer entfaltet den Roman einer unkonventionellen Liebesfreundschaft vor dem Hintergrund deutscher Zeitgeschichte. Eine Beschwörung des Lebens gegen den Tod, zärtlich, komisch, traurig. Ein leidenschaftliches Buch. Presse: „Ich muß zwei Bücher nennen, zwei Schlüsselromane: „Johann Holtrop” von Reinald Goetz und „Der Tag ist hell , ich schreibe dir” von Tanja Langer. Vorlagen sind der ehemalige Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff und der 1989 von der RAF ermordete Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen. … Goetz beschreibt den Größenwahn und das Scheitern seines Protagonisten in klirrend kaltem Stil … Langer, die als Junge Studentin mit Herrhausen befreundet war, beschreibt ihren Protagonisten Julius Turnseck dagegen geradezu als liebevoll als postheroischen Führer, der nur führen will, was von einer Idee getrieben wird … Beide Bücher sind grandios geschrieben.”  Süddeutsche Zeitung, Armin Nassehi / www.tanjalanger.de